Projekte

Realisierte Netzerweiterungen:

Linie 2 (ex 225): Pl. Flaminio - P.za Mancini Linie 8: Casaletto - Torre Argentina
Stanga Nr. 7115 auf der Linie 2 an der Endstation Flaminio (03.10.2101) Cityway II Nr. 9227  auf der Linie 8 an der Station Colli Portuensi (03.10.2001)
Am 07.04.1990 konnte die neue Strecke mit der Endhalte-stelle Flaminio pünktlich zur Fußball-WM eröffnet werden.   Die am 23.03.1998 eröffnete Linie 8 - hier an der Station Colli Portuensi (03.10.2001) - ist ein großer Erfolg.


Geplante Erweiterungen:

Die positiven Erfahrungen mit der Renaissance der Trambahn, gaben den Anstoß für mehrere Projekte zur Erweiterung des bestehenden Netzes, welche in
zwei Gruppen eingeteilt werden können: Eröffnung von neuen Strecken auf existierenden Gleisen und Bau von neuen Trassen. Charakterisiert werden alle
Projekte durch die Ungewißheit ihrer Ausführung. Der Stadtrat von Rom hat Anfang des Jahrtausends einen Vorstoß unternommen, im Stadtzentrum den mit Diesel betriebenen Öffentlichen Verkehr durch Elektrischen zu ersetzen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Beschluss dazu beitragen wird, diese Trambahn-Erweiterungsprojekte auch über das Stadtzentrum hinaus auszuführen.




Neue Linien auf dem existierenden Netz:

Archeotram: Termini - Piramide - Via Appia

Diese neu Strecke, die hauptsächlich für Touristen gedacht ist, die sehr an historischen, künstlerischen und archäologischen Sehenswürdigkeiten interessiert sind, soll zum Teil die Gleise der Linie Nr. 3 benutzen.

Beginnend an der Stazione Termini wird ein Passagier an dieser Strecke folgende Sehenswürdigkeiten sehen:
Terme di Diocleziano - Santa Maria Maggiore - einen Teil der Aurelianischen Mauer und das monumentale Porta Maggiore (52 n. Chr.) -
einen Teil des Aqueduct Claudio - die Kirche Santa Croce in Gerusalemme - die Viale Carlo Felice mit dem neuen Garten entlang der Aurelianischen Mauer -
die Basilika San Giovanni in Laterano, erbaut im 4. Jahrhundert - das Colosseo - den Monte Celio - den Circo Massimo - die pittoreske Viale Aventino -
die Piramide Cestio und die Porta San Paolo.

Von der Piazza di Porta San Paolo bis zur Via Appia Antica ist eine neue Trasse geplant.

Verbliebene MRS - Wagen, wegen der Auslieferung von neuen CITIWAY Roma II-Fahrzeugen vom Liniendienst zurückgezogen, sollen - aufgearbeitet und
ausgestattet mit Klimaanlage - auf dieser Route einmal fahren. Nach den großartigen Ankündigungen wurden zwar die zwei MRS-Wagen 2035 und 2047 restauriert, aber von der Archeotram ist seither nichts mehr zu hören.


Linie 7: Piazza Mancini – Piazza Risorgimento

Diese Linie soll den großen Bus- und Trambahnknotenpunkt an der Piazza Mancini und das lebendige Prati-Viertel, indem sich sehr viele Geschäfte und
Bürogebäude befinden, verbinden. Zudem wird eine direkte Verbindung in die Nähe des Petersplatzes geschaffen. Ein weiterer Aspekt ist die Entlastung der
Linie 19 auf dem Abschnitt Via Flaminia - Piazza Risorgimento. Die Eröffnung sollte bereits im Sommer 2000 erfolgen, da aber zunächst noch alle verbliebenen
Altwagen durch neue Fahrzeuge ersetzt wurden, fehlten dazu bisher die Nötigen Züge. Da bei den neuen Cityway II-Fahrzeugen Probleme mit der Struktur der Rahmen auftraten, deren Behebung noch bis ins Jahr 2008 dauern dürfte, ist bis dato die Linie nicht in Betrieb gegangen.


Neubaustrecken:

Projekte, welche die Genehmigung neuer Trassen erfordern, sind erheblich komplizierter zu realisieren, da sie eine Menge Schwierigkeiten und insbesondere
bürokratische Hemmnisse, aufwerfen. Deshalb ist es unmöglich ein genaues Datum der Verwirklichung zu nennen.


Strecke: Stazione Termini – San Pietro

Diese Verbindung soll alle Busse entlang der Hauptverkehrsachse im Übergang der Via Nazionale und dem Corso Vittorio Emanuele ersetzen und den Bahnhof Termini, durch das Stadtzentrum, mit der Peterkirche und dem Vatikan verbinden. Zweifellos würde diese Linie sehr nützlich sein, da diese Verkehrsachse immer überlastet ist. Die Anbindung der Strecke mit der Linie 8 am Largo Torre Argentina ermöglicht es auch diese bis zum Bahnhof zu verlängern. Dies erleichtert die Fahrt für viele Passagiere mit dem Fahrzeil Termini, da sie  im Moment von der Trambahn in den Bus umsteigen müssen.
Der Beginn der Bauarbeiten wurde seit 1999 bereits mehrmals angekündigt, doch erst im Herbst 2001 wurde die Bauleistung für den ersten Abschnitt Largo Torre Argentina - Piazza Venezia (Gesamtkosten 8,8 Mio. ) ausgeschrieben.
Inzwischen sind die Weichen für die Gesamtstrecke Largo Torre Argentina - Stazione Termini gestellt. Für die Verlängerungstrasse von 2,7 km stehen 50 Mio. zur Verfügung. Mit dem Geld wird nicht nur die Tram gebaut und damit soll ausdrücklich das Stadtbild verschönert werden, sondern auch der Piazza Cinquecento vor dem Bahnhof umgestaltet, der bisher als riesiger, zentraler Omnibusbahnhof fungierte. Dessen Platzbedarf wird durch die neue Trambahnlinie erheblich reduziert, da mit der Trasse alle umliegenden Buslinien wegfallen werden.
Piazza Venezia am 04.10.2001
Die Piazza Venezia ist der zentrale Knotenpunkt in der Altstadt und daher einer der neuralgischsten Punkte der Trasse. Die Strecke wird im hinteren Bildbereich über den Platz führen.
Die Endstation wird in der Nähe des Museo Nazionale Romano angelegt. Hier wird es dann auch die wichtige Verknüpfung zu den Linien 5 (zur Piazza dei Gerani) und 14 (zur Via P. Togliatti) geben. Baubeginn sollte im Januar 2003, der Abschluss der Arbeiten schon 2004 sein. Wegen der Komplexität des Gesamtprojektes und der erheblichen Widerstände muss auch bei den weiteren Abschnitten der Trasse Largo Torre Argentina - San Pietro mit Verzögerungen gerechnet werden. Inzwischen (Sommer 2006) mehren sich die Berichte, wonach das Projekt wegen der zahlreichen Gegner, dem Vernehmen nach ist das vor allem die Sovraintendenza antichità e belle arti, nicht verwirklicht werden kann.


Strecke: San Pietro – Piazza Giureconsulti

Diese Linie soll eine "natürliche” Erweiterung der vorhergehenden sein und das Stadtzentrum, sowie den Vatikan mit den dicht besiedelten nordwestlichen
Vororten, mit vielen Hotels, verbinden. Deren Gäste können die Trambahn benutzen um das Stadtzentrum zu erreichen. Die Trasse soll entlang der
Via Gregorio VII und Circonvallazione Cornelia führen. In diesen breiten Straßen gibt es schon heute besondere Busspuren, was die Realisierung erheblich
erleichtert und zudem eigebe Gleiskörpert erlaubt. Es gibt allerdings kein bestimmtes Datum für den Beginn der Arbeiten.


Strecke: "Togliatti”

Das ist ein "altes” Projekt über das es bereits vor 20 Jahren Gerüchte gab. Eine neue Strecke soll durch die Viale Palmiro Togliatti gebaut werden, und zwar in
den entferntesten östlichen Vororten Roms. Die neue Linie soll eine Endstation in Cinecittà, bei der U-Bahn-Haltestelle "Subaugusta” (Linie A) haben und die
andere Endstation soll sich bei der U-Bahn-Station "Ponte Mammolo” (Linie B) befinden, wo ein großer Endbahnhof  für U-Bahn, Stadt- und Regionalbusse vor
kurzem gebaut wurde. Die neue Strecke soll somit die U-Bahn "A", die künftige U-Bahn "C” (im Augenblick ist diese nur eine Art Trambahn, offiziell eine
Stadtbahn, die von Pantano zum Termini-Laziali verkehrt), die Straßenbahnlinie entlang der Via Prenestina (Linie 14), die S-Bahn-Linie  FM2 Tiburtina-Tivoli
und die U-Bahn "B” verbinden. Die Linie verknüpft ebenfalls die Hauptstrecken, die vom Stadtzentrum zu den östlichen Vororten führen: Tuscolana, Casilina,
Prenestina and Tiburtina.
Zweifel an der Angemessenheit des Ersatzes der bestehenden Buslinien durch eine Straßenbahn (derzeit ist die Strecke nicht überlastet), haben immer wieder
die Realisierung dieses Vorhabens (auf einen späteren Zeitpunkt) verschoben. Jüngst wurden seitens der Stadt Rom auch Überlegungen für eine O-Bus Strecke anstelle einer Straßenbahn bekannt.


Strecke: “Caravaggio”

Neuigkeiten zu diesem Vorhaben erschienen 1999 in der Presse. Diese Linie soll das Stadtzentrum (Piramide) mit den westlichen Vororten Garbatella,
Tor Marancio und Montagnola verbinden. Die Endhaltestelle soll in der Viale Caravaggio sein. Es ist teilweise ein Come back, da Garbatella bis 1972 eine
Straßenbahn (Linie 11) als Verbindung zum Zentrum hatte. Es würde im Gegenteil eine positive Chance für Tor Marancio and Montagnola sei, da diese Vororte
derzeit keine geeignete Anbindung in die Stadtmitte besitzen.
Nach dieser ersten Ankündigung in der Presse wurden keine weiteren Nachrichten zu diesem Projekt mehr gemeldet, welches im Jahr 2001 realisiert werden soll.

Update 21.11.2006