München: Was plant die neue Stadtregierung?

Am 8. Mai 2026 hat sich die sogenannte Mongo-Koalition (Grüne/Rosa Liste, SPD, FDP/Freie Wähler) im Münchner Rathaus auf einen Koalitionsvertrag für die Wahlperiode bis 2032 geeinigt. Die derzeitige schwierige Haushaltslage der Stadt München hat auch beim ÖPNV für bescheidene Ziele gesorgt. Die bereits beschlossenen Projekte Tram-Westtangente und Tram Münchner Norden werden jedenfalls gebaut. Die Strecke zum S-Bahnhof Johanneskirchen wird bis zum Vorliegen einer Förderzusage de facto auf Eis gelegt. Neue Strecken werden allenfalls weiter geplant.

Die Passage zum ÖPNV im Koalitionsvertrag:
„Ein zuverlässiger, für alle bezahlbarer und nachhaltiger Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist grundlegend für die urbane Mobilität und zentral für die Wirtschaftskraft Münchens. Jeder Euro, der in den ÖPNV investiert wird, zahlt sich volkswirtschaftlich aus. Das notwendige und
angemessene ÖPNV-Angebot kann die Kommune nur gemeinsam mit Bund und Freistaat finanzieren. Das grundsätzlich richtige Deutschlandticket und die verminderten Förderungen haben zur einer erheblichen Unterfinanzierung der kommunalen Verkehrssysteme geführt. Mit den kommunalen Spitzenverbänden fordern wir die rechtlichen Voraussetzungen für weitere Möglichkeiten der dezentralen ÖPNV-Finanzierung. Außerdem erwarten wir einen höheren Anteil der Regionalisierungsmittel und eine zeitgemäße Ertüchtigung der in Zuständigkeit von Bund,
Bahn und Freistaat befindlichen S-Bahn. Wir brauchen eine verlässliche Planung und verbindliche Zeitpläne für Großprojekte, allen voran die 2. Stammstrecke, aber auch den S-Bahn Ring und den zweigleisigen Ausbau der S-Bahnaußenäste. Lärm- und Erschütterungsschutz müssen beim Ausbau des Bahnknotens München selbstverständlich sein.
Wir modernisieren das Busnetz, passen das Angebot dem veränderten Mobilitätsverhalten an und binden insbesondere Außenbezirke und neue Wohngebiete gut an. Wir bauen die Tram Westtangente sowie die Tram Münchner Norden. Die Tram Johanneskirchen verfolgen wir weiter,
wenn die nötigen Förderzusagen vorliegen. Bei absehbarer Förderfähigkeit und unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Faktors führen wir die Planungen weiterer Tram- und U-Bahn-Projekte fort. Insbesondere der U-Bahn-Ausbau ist nur mit umfassenden frühzeitigen Förderzusagen von Bund und Freistaat möglich, die auch Voraussetzung für den Infrastrukturausbau in der notwendigen Geschwindigkeit sind, wenn München den Zuschlag für Olympische Spiele erhält. Und: Guter ÖPNV braucht gut ausgebildetes Personal und gute Arbeitsbedingungen, das wollen wir gewährleisten.“

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